REISEBESCHRIEB

31. MAR – 14. APR 2019

Mitte des 15. Jahrhunderts führte der Aufschwung der Safawiden zu einem neuen Zeitalter im Iran. Shah Abbas reiste nach Isfahan, um das persische Neujahrsfest zu feiern. Er entschied, auf den Gärten und Feldern zwischen der berühmten Stadt und dem Ufer des Zayandeh-Rud etwas Neues zu schaffen. Das schiitische Königtum manifestierte sich in diesem Masterplan der neuen Hauptstadt Isfahan. 

Während dieser Iran-Reise erfahren Sie auf interessanten Besichtigungen von den architektonisch und städtebaulichen Bedingungen, welche die politische Sonderentwicklung des Irans seit Beginn der frühen Neuzeit bis heute prägen.

 

REISEROUTE

SONNTAG | 31. MÄRZ 2019 | ANREISE ZÜRICH TEHERAN

Tag 1

Treffpunkt am Flughafen Zürich. Flug mit der Turkish Airlines via Istanbul nach Teheran.​

Ankunft in der Nacht auf den 1. April 2019.

Übernachtung: Ferdowsi Hotel, Teheran

MONTAG | 1. APRIL 2019 | VOM DORF ZUR HAUPTSTADT DER QAJAREN

Tag 2

Ein erster Stadtspaziergang führt uns durch die vor-moderne Stadt, das Teheran der Quajaren. Bei Wohnpalästen kommt es immer öfter zu einer Synthese von Stilelementen europäischer Baukunst mit jenen der traditionellen iranischen Architektur. In den 1930er Jahren führten archäologische Ausgrabungen zur Wiederentdeckung von Persepolis und damit zur alten, "nationalen Identität", ein Thema, das uns auf unserem Spaziergang am Nachmittag begleitet.

Übernachtung: Ferdowsi Hotel, Teheran

DIENSTAG | 2. APRIL 2019 | DAS GOLDENE ZEITALTER UNTER DEN PAHLAVI

Tag 3

Aufgrund der Ölindustrie, die unter Mohammad Reza Pahlavi verstaatlicht wurde, verfügte der Iran über eine neue finanzielle Einnahmequelle. Wir fahren vom Bahnhof durch die Vali Asr Strasse in den Norden der Stadt und besichtigen Karvan Dibas Niavaran-Garten. Nach dem Mittagessen besichtigen wir das Centre for Management Studies, wohl der beste und sinnvollste Versuch einer iranische Nationalarchitektur und fahren über die Wohnsiedlung Shahrak Ekbatan und dem Shahyad Aryamehr Denkmal zum Hotel zurück. 

Übernachtung: Ferdowsi Hotel, Teheran

MITTWOCH | 3. APRIL 2019 | DIE ARCHITEKTUR DER IRANISCHEN REVOLUTION

Tag 4

Nach der Islamischen Revolution 1979 sollte eine neue Identität in der Architektur gefunden werden und zwar eine islamische und letztendlich iranische, die wir auf der Fahrt mit dem Bus über den Navab Highway nach Abassabad erkunden. Die Garde der "Revolutions-Architekten" tritt langsam ab und eine unabhängige junge Generation bestimmt die Szene. Erste Manifestationen einer neuen Generation sind der raffinierte Umbau eines – aufgrund der islamischen Gesetze – unbenutzbaren Schwimmbads in eine Möbelgalerie oder der Bau der Tabiat Brücke. Die Tabiat Brücke erinnert an die berühmten Vorgänger in Isfahan. 

Übernachtung: Ferdowsi Hotel, Teheran

DONNERSTAG | 4. APRIL 2019 | EISENBAHNFAHRT ANS KASPISCHE MEER

Tag 5

Fahrt mit der Transiranische Eisenbahn durch das Elburs-Gebirge, die weltweit ihresgleichen sucht. Sie windet sich die Berghänge hoch, dass einem schwindlig werden kann. Unter die berühmte Veresk Brücke stellte sich der bauleitende österreichische Ingenieur bei der ersten offiziellen Zugüberfahrt auf Wunsch Reza Shahs höchstpersönlich, um zu zeigen, dass er sich seines filigranen Bauwerkes in gut 100 Meter über dem Talgrund sicher war. Die Brücke steht heute noch – samt Baugerüst. 

Übernachtung Hotel Salardarreh, Sari

FREITAG | 5. APRIL 2019 | DIE GÄRTEN IN FARHABAD UND ASHRAF

Tag 6

Die königliche Residenz in Farhabad ist nur fragmentarisch erhalten. Sie rückt jedoch wichtige urbanistische Aspekte ins Licht: enger Zusammenhang von Königspalast und Platz, der ein Ort der Konzentration öffentlicher Gebäude und zugleich Vestibül der Palastanlage ist. Die Gärten von Ashraf gehören zu den schönsten Schöpfungen von Shah Abbas und beherbergen „den prächtigen Imrat für den Aufenthalt des Königs, der mit Bäder, Wirtschaftsgebäuden und Talar versehen war“. In der Stadt Ashraf (heute Behshar) kann man die königlichen Gärten und Spuren ihrer Komponenten wieder erkennen. 

Übernachtung Hotel Salardarreh, Sari

SAMSTAG | 6. APRIL 2019 | YAYLAQ AND QISHLAQ

Tag 7

Abenteuerliche Fahrt durch die Waldtäler, majestätische Berge, ländlichen Siedlungen, alte Schlösser, Flüsse, Quellen, Wiesen und verstreut Weizenfeldern durch den dichten Wald von Haft Khal, einer der attraktivsten Wälder im Iran. Von findet das Wort „Dschungel“ seinen Ursprung. Die Gartenanlage Tsheshme-ye Ali liegt in einem gut bewässerten Tal in den südlichen Ausläufer des Elburs. Fath Ali Shah, dessen Geburtsort Damghan war, liess das Wasser aufstauen und errichtete auf einer Insel einen Jagdpalast. Die Anlage, die bis zum Ende des 19. Jh. von den Shahs benutzt wurde bietet heute den romantischen Anblick eines Ruinenfeldes.

Übernachtung: Hotel Tourist Inn, Damghan

SONNTAG | 7. APRIL 2019 | RAH-E SANGFARSH

Tag 8

Nach der Besichtigung von Damghan, eine der ältesten urbanen Metropolen des iranischen Hochlands und der ältesten Moschee Irans, wo wir die Geburt eines neuen Bautypus, der Vier-Aywan-Moschee, verfolgen, fahren wir nach Garmsar. Im Offroader geht es nach Qasr-e Bahram (ca. 3 Std.). Shah Abbas I. hat sich einen direkten Weg von Isfahan zu seinen Schlössern am Kaspischen Meer geschaffen, den "Königsweg" durch die Dasht-e Kevir, der durch Karawansereien und mehrere Jagdschlösser ausgebaut wurde. Zwischen den Stationen Abbasabad Siah Kuh und Resmeh bei Garmsar quert dieser Weg die Salzpfanne. Hier liess der König den "Steinteppichweg" errichten, einen gepflasterten Damm von fünfundzwanzig Kilometern Länge, der geradlinig durch eine der unwirtlichsten Gegenden der Welt verläuft. 

Übernachtung: Hotel Qasr-e Bahram Caravanserei, Garmsar

MONTAG | 8. APRIL 2019 | LEBEN IN DER WÜSTE

Tag 9

Unsere Fahrt durch die Wüste ist durch den scharfen Kontrast zwischen Oasen und grossen leeren Räumen gezeichnet, durch den ins Auge springenden Gegensatz zwischen der lebensspendenden Welt der Vegetation und der riesigen trockenen Weite. Fahrt über Maranjab nach Kashan (ca. 3 Std.). Die Karawanserei Maranjab am Südufer des Grossen Salzsees bildet eine ummauerte Herberge an der Karawanenstrasse von Khorassan nach Kashan und Isfahan. Reisende konnten dort mit ihren Tieren und Handelswaren sicher nächtigen und sich mit Lebensmitteln versorgen. 

Übernachtung: Hotel Khaneh Irani, Kashan

DIENSTAG | 9. APRIL 2019 | DAS ERDBEBEN VON KASHAN

Tag 10

Kaschan wurde 1778 durch ein Erdbeben völlig zerstört und mit grosszügigen Neubauten aus der Zeit der Kadscharen-Dynastie wieder aufgebaut. Zu den bekanntesten zählen zwei Anwesen, die von dem Architekten Ustad Ali Maryam um 1850 errichtet wurden: Khaneh Tabatabaei und Khaneh Borudjerdi. Und natürlich besichtigen wir auch das Grabmal von Shah Abbas dem Grossen. Gegen vier Uhr sind wir im Bagh-e Fin, einer der besterhaltenen königlichen Gärten des Landes. Zusammen mit der üppigen Vegetation entsteht ein kühler schattiger Raum, der durch den Gegensatz zum trocken-heissen Klima ausserhalb der Mauern in seinem himmlischen Charakter verstärkt wird. 

Übernachtung: Hotel Khaneh Irani, Kashan

MITTWOCH | 10. APRIL 2019 | DIE SÜDROUTE DER SEIDENSTRASSE

Tag 11

Isfahan liegt an der Südroute der Seidenstrasse, einem Netz von Karawanenwegen, dessen Hauptroute das Mittelmeer auf dem Landweg über Zentralasien mit Ostasien verbindet. In Zavareh, einer kleinen Stadt am Rande der Zentralwüste, wird die Vier-Iwan-Moschee zum ersten Mal verwirklicht: ein „Monument aus einem Guss“. Picknick und Besichtigung des Mosallah Gartens und der Freitagsmoschee in Nain, einer der ältesten, islamischen Sakralbauten im Iran. Am späten Nachmittag Blick von den Sofeh Mountains über die Oasenstadt Isfahan. 

Übernachtung: Atiq Hotel, Isfahan 

DONNERSTAG | 11. APRIL 2019 | HAUPTSTADT SHAH ABBAS DES GROSSEN

Tag 12

Wir beginnen unseren Stadtspaziergang an der Freitagsmoschee, einer komplexen Zeitmaschine, deren Wachstum uns die verschiedenen Phasen der iranischen Architektur erschliesst. Anschliessend gehen wir über den Maidan Qadim durch den Basar und seine Karawanserei, Moscheen, Medresen und Hammams zu einem späten Mittagessen auf dem Meydan-e Shah. Am Nachmittag setzen wir unseren Stadtspaziergang durch die älteste Strasse Isfahans fort, besichtigen das Arastoi-Haus (Isfahan Calligraphers‘ Association) und das Angourestan-e Malek-Haus. Wir beenden den Stadtrundgang an der Khaju Brücke. 

Übernachtung: Atiq Hotel, Isfahan 

FREITAG | 12. APRIL 2019 | DAS IMPERIALE ISFAHAN

Tag 13

Wir wandern von der Siose-pol Brücke, über den Chahar-e Bagh Abbasi, dem Vorbild der Champs-Élysées, an der Madrasa und dem Bazar Madar-e Shah und dem Hasht Behesht Palast vorbei zum Chehel Sotun-Palast, einer der wenigen noch vollständig erhaltenen Gartenpavillons des Königspalastes von Isfahan. Am Nachmittag nehmen wir uns Zeit für die Bauten, die Isfahan weltberühmt gemacht haben: Meydan-e Shah mit ‘Ali Qapu, Masdjid-e Shah, die Shah Abbas l. als Königsmoschee errichten liess, eine der schönsten Moscheen der Welt. Wir schliessen unseren Nachmittagsspaziergang unter der Fliesenkuppel der Masjed-e Sheik Lotfollah ab.

Übernachtung: Atiq Hotel, Isfahan 

SAMSTAG | 13. APRIL 2019 | DER ARMENISCHE VORORT NEW JULFA

Tag 14

Vormittag zur freien Verfügung.

Am Nachmittag besichtigen wir die Vank-Kathedrale im Stadtteil Julfa, sie spiegelt die Geschichte der armenischen Gemeinde in ihrer Architektur und ihrem Stil wider. Danach besuchen wir das Polsheer House mit persisch, armenisch und europäischer Identität: Das Stammhaus einer armenischen Handelsfamilie diente später als britisches Konsulat und beherbergt heute Polsheer, ein zeitgenössisches iranisches Architekturbüro.

Übernachtung: Atiq Hotel, Isfahan 

SONNTAG | 14. APRIL 2019 | RÜCKREISE ISFAHAN – ZÜRICH

Tag 15

Am frühen Morgen machen wir uns auf den Rückweg in die Schweiz. Flug mit der Turkish Airlines via Istanbul nach Zürich.

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LEISTUNGEN

Flüge Economy Klasse inkl. 30 kg Freigepäck, Flugsteuern und -gebühren 14 Übernachtungen im DZ mit Bad/WC davon 1x in einer Karawanserei, hierfür ist ein Schafsack und ein Handtuch mitzubringen. Essen (HP), Transfers und Ausflüge lt. Programm. Qualifizierte Reiseleitung (Elaheh Ziaei) inkl. Eintrittsgelder, Strassensteuern, Parkgebühren, Flughafensteuern, Gepäcktransporte, notwendige Gruppentrinkgelder, sonstige Gebühren, Steuern und Abgaben etc., Visum-Befürwortung (REF-Nummer), Reise preissicherungsschein, Reisedokumentation.

Nicht eingeschlossen sind: Eintritte ausserhalb des Programms und fakultative Besichtigungen, Visumgebühren ca. Fr. 90.00 pro Person, Visumbeschaffung, Trinkgelder für local Guide und Busfahrer, Reiseversicherungen

BEDINGUNGEN

Reisepartnerin ist die Kultour Ferienreisen AG in Winterthur. Es gelten ihre Reise- und Annullationsbedingungen: http://www.kultour.ch/agb.html. Die Reise unterliegt dem Pauschalreisegesetz. Eine individuelle Reiseversicherung wird empfohlen.

PREISLISTE

 Preis p. Person

​Fr.  5'750.00    im Doppelzimmer

Fr.    600.00    Zuschlag Einzelzimmer

Anmeldung ab sofort bis maximale Teilnehmerzahl.

Die Preise basieren auf dem EUR-Wechselkurs von 1.18.

Wechselkursänderungen können zu einer Preisänderung führen.

Maximale Teilnehmerzahl: 18


Kleingruppenzuschlag bei unter 18 Teilnehmenden möglich.

 
ORGANISATION

 

Thomas Meyer-Wieser, dipl. Arch. ETH/SIA/BSA

zusammen mit 

Hosna Pourhashemi, dipl. Landschaftsarchitektin

 

c/o Thomas Meyer Architekten GmbH
Bünishoferstrasse 39
CH-8706 Feldmeilen

+41 44 923 54 96
+41 79 664 17 23

 

thomas@meyer-wieser.ch
www.meyer-wieser.ch

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